Skip to content

Frühling und ein weiteres Lieblingsrezept: Limonen-Hähnchen

1. April 2012

Es wird Frühling. Vorher habe ich eine kleine Runde  durch den Garten gedreht – leider nur eine kleine, weil mich das Rheuma schon wieder hat und dieses Mal ganz böse: Rechter Oberschenkel – und so übel, dass ich gestern Abend schließlich zum Stock gegriffen habe. Heute Morgen war es etwas besser und so habe ich in der herrlichen Morgensonne eine Runde im Garten gedreht.

Unser Garten ist für mich wie eine Wundertüte. Der Professor, diesbezüglich atypisch für einen Engländer, hat’s nicht mit Gartenarbeit und hat von Anfang an gesagt, dass er überhaupt keine Lust habe, künftig seine Freizeit mit Buddeln, Harken und Unkraut jäten zu verbringen und ich liebe zwar Bauerngärten, in denen viele bunte Blumen blühen und fände es herrlich, wenn wir eigenes Gemüse und Salat hätten – aber im Garten arbeiten ist auch nicht meins. Ergo ist unser sehr großer Garten eine Wildnis – aber eine, in der man vor allem im Frühling immer wieder was entdecken kann. Da sind zum Beispiel unter den Büschen am Bach dicke Veilchenpolster – noch blüht da nichts, aber die Blätter und ganz zarte, kleine Knospen sind schon da. In der Hecke blüht es auch: Forsythien, am Bach entlang die Schlehen und dazwischen strecken Fliederbüsche ihre dicken, zum Blühen bereite Knospendolden in den Himmel. Auf der Wiese sind wilde Hyazinthen aufgegangen, dazwischen schieben sich kleine, weiße Narzissen mit gelben Gesichtchen der Sonne entgegen. Und am Rand – da war wohl mal ein Beet – sind kleine, rote und gelbe Tulpen.

Zum Frühlingsanfang gibt’s bei uns heute Hühnchen, das der Professor vorher beim Nachbarn geholt hat. Bei Hühnchen haben wir nämlich die Erfahrung gemacht, dass das beste Rezept nicht schmeckt, wenn das  Ausgangsmaterial – eben das Hühnchen – nichts taugt. Tiefgefrorene Produkte aus der Massenhaltung schmecken einfach nicht, egal, wie schonend man sie auftut. Und bevor ich einen Gummiadler produziere, lasse ich es lieber. Doch heute haben wir uns ein Bio-Maishähnchen angeschafft – und hier kommt das Rezept:

 

Limonen-Hühnchen mit Rosmarin-Ofenkartoffeln

1 ganzes Hähnchen

6 Limonen (können auch Zitronen sein – aber ich finde es mit Limonen ein bisschen feiner)

2 große Zwiebeln

6-8 festkochende Kartoffeln

3 Knoblauchzehen

etwas gutes Olivenöl

zwei, drei Rosmarinzweige

Gemahlener Rosmarin, Pfeffer, Salz

 

Zwiebeln, Kartoffeln und Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Zwei von den Limonen in Scheiben schneiden, die anderen auspressen.

Hähnchen mit Pfeffer, Salz und dem gemahlenen Rosmarin würzen, die Scheiben von einer Limone ins Innere stopfen, dazu ein, zwei Rosmarinzweige. In einen großen, flachen Bräter setzen.

Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und die anderen Limonenscheiben um das Hähnchen herum legen, mit Pfeffer, Salz und Rosmarin würzen, Rosmarinzweig dazu, das ganze mit dem Limonensaft und einem guten Schuss Olivenöl übergießen. Bei 160 ° C im vorgeheizten Ofen ca. eine Stunde schmorren lassen.

Vor dem Servieren die Limonenscheiben und Rosmarinzweige aus dem Hähnchen und dem Bräter holen.

Guten Appetit!

Advertisements
No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: