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Reisen bildet …

15. Mai 2012

Reisen bildet – bei mir vor allem dadurch, dass ich bei der Pendelei zwischen Deutschland und England ja immer Wartezeiten dadurch überbrücke, dass ich zum Beispiel die Online-Ausgabe des „Stern“ lese. Da erfahre ich dann zum Beispiel, dass Sex ohne Hingabe „bloß Gymnastik“ ist. Die Frage ist dann nur, wie man „Hingabe“ definiert. Ich kannte mal einen Menschen, der Vorsteher einer evangelikalen Gemeinde war, die so konservativ war, dass schwäbischer Pietismus dagegen wie lockerer Hedonismus wirkte. Derselbe Mensch erklärte mir dann aber mal, dass „Unterwerfung“ – und ja, der Herr dachte da wirklich an Sado-Maso-Spielchen – die höchste Form der „Hingabe“ sei. Ich glaube, wenn ich die Wahl hätte, wäre mir da Sex-Gymnastik lieber.

Probleme mit der Sex-Gymnastik hat aber offenkundig auch Herr Travolta. Sein „angebliches Sex-Opfer“ verlangt jetzt 250.000 Dollar für sein „sofortiges Schweigen“. Die Nummer ist nicht schlecht: Erst erzählt man seine Geschichte, dann verlangt man eine Viertelmillion dafür, dass man … äh, was eigentlich? Nicht noch mehr erzählt? Die Geschichte nicht wiederholt? Muss man ja gar nicht – das macht ja schon die Presse. Aber wenn Herr Travolta wirklich so doof (oder notgeil?) sein sollte, dass er regelmäßig jeden Masseur anbaggert, der ihm an den Bauchspeck soll, hat er es nicht besser verdient. Zudem sind 250.000 Dollar beim Masseur wahrscheinlich besser angelegt als bei $cientology.

Sehr spannend finde ich es aber auch, dass in Amerika ein neues „Enthüllungsbuch“ direkt aus dem Weißen Haus auf den Markt gekommen ist. Die Geheimnisse der Weltmacht – wer wollte die nicht wissen? Und Stern online gibt uns schon mal einen Vorgeschmack: „Michelle Obama hält Ophrah Winfrey angeblich für zu fett“. Da will man doch mehr drüber wissen, oder? Und der Stern liefert: „Die Beziehung von Oprah Winfrey zu Barack Obama scheint derweil auch weiterhin intakt zu sein. Quellen, die von Klein in dem Buch genannt werden, wollen wissen, dass Michelle Obama eine sehr eifersüchtige Frau ist und auch deshalb versuche, Oprah von ihrem Mann fernzuhalten.“ Mei, mei, hoffentlich kommt es nie zu Spannungen zwischen Michelle Obama und unserer Angela! Nicht, dass wir eines Tages noch eine internationale Krise haben, weil Michelle auf Angela eifersüchtig ist!

Am Ende stellt dann noch Coca-Cola seine Lieferungen ein – und wir können den Test, ob das Zeug einen umbringt, nicht machen. In Amerika hat nämlich jetzt ein Herr – das habe ich jedenfalls gestern irgendwo gelesen – gegen Coca-Cola geklagt, weil seine dahin geschiedene Lebensgefährtin sich damit vergiftet habe. Sie soll jeden Tag um die acht Liter Cola in sich reingeschüttet haben.

Ebenfalls aus Amerika kam aber die Woche auch eine Debatte übers Stillen, die von deutschen Blättern begeistert aufgenommen wurde. Drei Jahre Stillen – das passt doch wunderbar zur Herdprämie! Am besten halten wir Frauen dann noch vom Studium ab. Am Herd braucht man keine akademische Ausbildung und wenn die Mädels künftig alle wieder daheim bleiben und sich um ihre Kinder kümmern, gibt’s Platz an der Uni.

Mein Flieger ist da – und wenn ich Glück habe, gibt’s an Bord die neue „Bunte“. Darauf freue ich mich schon!

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